kurz
vor sieben brummt schon wieder der Bagger. Die LkW's stehen Schlange
um die Erde für viel Geld zur Deponie zu fahren. Gerne hätten wir
die Erde verschenkt aber leider gab es bei jedem Interessenten ein
massives Problem, so dass es leider beim guten Willen blieb. Um die
Mittagszeit wurde der Bagger wieder mit dem Tieflader
abtransportiert. Übrig blieb ein kraterähnliches Loch, so musste es
ausgesehen habe als anno dazumal ein Meteorit in Steinheim
eingeschlagen hat. Kaum war der Bagger weg gabs auch schon einen
Massenauflauf von Bauarbeitern, die jede Menge Material angekarrt
haben.
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Montag, 29. Oktober 2012
Bodo mit dem Bagger…
Pünktlich
um sieben heute früh begann der Baggerfahrer mit seiner Arbeit.
Schon zur Mittagszeit sah unser Grundstück aus als wollten wir einen
Autobahnzubringer bauen. Zuerst wurde der Humus abgetragen und auf
Nachbars Grundstück gelagert. Der erste Lastwagen der anrollte
brachte das zertifizierte Betonrecyclingmaterial zum Aufschütten der
Einfahrt mit, darauf soll dann der Kran stehen. Kurz vor Feierabend
wurden noch Teile der Abwasserrohre installiert.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Schneeflöckchen Weißröckchen, warum kommst du blödes Schneeflöckchen ausgerechnet heute geschneit?
Samstag,
früh am dunklen Morgen. Ich wache auf und höre Regentropfen auf
meinem Dachfenster! Ausgerechnet heute, am Tag an dem die Tannen
sterben müssen. Während ich vor meinem geistigen Auge meinen
Kleiderschrank nach wasserdichten Klamotten abscanne schlafe ich
wieder ein. Ich glaube fest an das gute, der Regen wird sicher bald
aufhören. Als ich wieder aufwachte hatte es aufgehört zu regnen,
viel schlimmer, es hat geschneit. Ausgerechnet heute. Fucking
Snowflakes. Gestern brachte der Wetterbericht Schnee, aber wer glaubt
das schon, wir haben schließlich erst Oktober. Hilft aber alles nix,
die Tannen müssen raus, also ans Werk. Eine der beiden Tannen hatte
einen Hang zu den Nachbarhäusern. Während mein Dirk in aller
seelenruhe ganz souverän das Fichtenmoped ansetzt, mache ich mir
Gedanken ob wir auch ausreichend versichert sind. In meinem Kopfkino
sehe ich die Rechnung einer demolierten Pergola und ein kaputtes
Dach. Unser guter Engel Herr Straub, der Vorbesitzer unseres
Grundstücks hat uns geholfen, er hat einen kleinen Traktor, an den
haben wir die Tanne gebunden. Solange Dirk gesägt hat hielt er den
Traktor auf Zug, sodass die Tanne keine andere Wahl hatte als in die
gewünschte Richtung zu fallen. Die obere Hälfte der 10-Meter-Tanne
soll der Kirche als Christbaum dienen, somit war ihr Tod nicht
umsonst.
| Dirk und die erlegte Tanne |
Samstag, 27. Oktober 2012
Bagger wird geliefert
Es
ist Freitagnachmittag. Eigentlich sollte der Bagger erst am Montag
geliefert werden, aber nach einem kurzen Anruf und dem Hinweis "
Gleich kommt ein Bagger!" stand auch schon ein Tieflader auf
unserem Bauplatz. Ich habe mich gefreut dass der Bagger nun früher
kam und dachte noch so bei mir" .....geniales Wetter zum
Ausbuddeln, goldener Oktober......."
Freitag, 26. Oktober 2012
Grenzabstand…
Heute
hatte ich eine Baustellenbegehung mit dem Erdbauer und dem
Bauunternehmer. An unserer Grenze Richtung Kellerabgang stehen zwei
Tannen, die dem Nachbarn gehören. Leider stehen die so ungeschickt
fast auf der Grenze dass der Bagger da nicht hin kann. Der Erdbauer
meinte" Die fallen sowieso um, das sind doch flachwurzler. Und
wenn die dann umfallen reißen sie die Straße mitauf." Oh
Gottohgottohgott! Also geh ich todesmutig und klingele beim Nachbarn,
aber die mussten wohl auch ihr täglich Brot verdienen, denn sie
waren nicht zuhause. Puuh...kann nicht einmal was einfach sein??? Am
Dienstag rollt der Bagger an und bis dahin müssen die Bäume
umgelegt sein....die Zeit ist gegen mich.
Abends
sind Dirk und ich dann gemeinsam zu unserem Nachbarn gegangen und der
war ganz entspannt*lach* Er meinte die Tanne waren schon drin als er
sein Grundstück gekauft hat und dann hat man sie halt wachsen
lassen. Er will die Bäume am Samstag gemeinsam mit Dirk umlegen.
Dienstag, 23. Oktober 2012
Heinzelmännchen und Gespenster..
Es
ist Montagnachmittag und unser Rasen ist gepierct. Irgendwie hat es
der Vermesser geschafft die Pflöcke in unseren Garten zu spicken
ohne dass meine Argusaugen das wahrgenommen haben. Und das wo ich die
allerbeste Sicht auf unser Grundstück habe. Es gibt sie doch und sie
kommen aus dem Nichts...Kleine Männchen die den Garten bunt anmalen
und aufspießen........
Samstag, 11. August 2012
Äpfel Äpfel auf'm Baum, zähle ka ma's kaum…
Da
wir nun stolze Besitzer eines von der Sonne verwöhnten, topfebenen
Grundstücks, auf dem ein einziges Apfelbäumchen steht, sind, müssen
wir die Äpfel auch verarbeiten. Nix verkomme lasse, sagt man bei uns
im Schwäbischen. Also wälze ich die Backbücher und kredenze meinen
Lieben jede Woche einen anderen Apfelkuchen. Irgendwann haben wir mal
eine Apfelschälmaschine geschenkt bekommen, die eigentlich unter die
Kategorie " Dinge, die die Welt nicht braucht" fällt. Nach
dem zweiten Apfelkuchen fiel uns wieder ein dass wir die noch haben
und ich hatte den Eindruck dass Dirk sichtlich Spaß dabei hatte die
Äpfel zu schälen. Der Apfelkuchen mit Marzipan-Pudding Guss war der
Renner, dicht gefolgt von dem gedeckten Apfelkuchen der eigentlich
immer eine Kürbisfüllung hatte. Der versunkene Apfelkuchen nach
Omi's Rezept war auch sehr lecker *mjam*. Ausserdem habe ich unsere
Apfelmusvorräte aufgestockt, damit es auch in Zukunft zu den Waffeln
eine Beilage in Musform gibt.
Nach
dieser längeren Apfelkuchenphase waren wir aber auch froh, dass das
Bäumchen endlich keine Äpfel mehr hatte.
Freitag, 3. August 2012
Unser Grundstück...
Heute
waren wir beim Notar, den
Vertrag für das Grundstück
unterschreiben, gemeinsam mit unseren Grundstücksverkäufern und
unseren zukünftigen Nachbarn, die neben uns bauen werden. Mir war
als würde der Notar eine mir unbekannte Fremdsprache sprechen,
zumindest habe ich mich sehr schwer im Verstehen dieses
Paragraphendeutsch getan. Als ich so in die Runde blickte sah ich vor
mir und neben mir Gesichter, deren Ausdruck zeigte : Die verstehen
auch nix. Bestätigung dessen bekam ich nach dem Termin, als meine
zukünftige neue Nachbarin die Zigarette danach brauchte*lach*
Sonntag, 22. Juli 2012
Dorffest - der Bürgermeister schüttelt uns die Hände....
Es
ist Sonntag. Dorffest. Da wir ja "reingeschmeckt" sind,
also zugezogen, ist auch gleich allen alteingesessenen Aichelbergern
aufgefallen dass wir die neuen sind. Als wir durch die überschaubare
Menschenansammlung liefen, haben wir die Blicke gespürt und gesehen
wie sich die Köpfe nach uns drehten, spätestens als der
Bürgermeister uns die Hände schüttelte und uns mitteilte dass der
Gemeinderat unserem Bauvorhaben zugestimmt hat. Prima! Auf zum
Sektstand, darauf müssen wir trinken, natürlich mit unseren
Bauplatzverkäufern. Nett war's und obwohl wir in Aichelberg kaum
jemand kennen, wusste jeder dass wir bauen!!
Samstag, 7. Juli 2012
is die schööööööö… mußichhaben...
Die
Küche ist das Herzstück eines Hauses und der Raum in dem sich
Mutter sicher die meiste Zeit aufhält. Also gehen wir mal kurz Küche
shoppen, in ein riesiges renomiertes Küchenhaus. Die Dame dort war
definitiv vom Fach, die wusste von was sie sprach. Im Handumdrehen
hat sie in unseren Grundriss eine zauberhafte Küche geplant, mit
allem schnickschack was Mutti zum Kochen braucht. Mussichhaben. Als
wir den Preis der Küche erfuhren, schlappe 30000 Euro,wohlgemerkt
ohne Kühlschrank, da spürte ich wie mein Blut dem Rausch der
Geschwindigkeit erlag, mein Blutdruck stieg und ich am liebsten nach
einem Glas Wasser gefragt hätte. Dirk war auch kurz davor mit dem
Notarzt ins Herzzentrum gebracht zu werden. Wir haben uns dann für
das kompetente Gepräch bedankt und warten bis heute auf das
schriftliche Angebot. Unser Hausbauer gab uns den Tipp in die
Küchenhalle nach Winnenden zu fahren. Mit unseren Erinnerungen von
der ersten Planung und hohen Erwartungen hatten wir einen Termin beim
Chef. Die Auswahl an Farben und Griffen war auch hier sehr vielfältig
und nach der zweiten Tasse Kaffee, war eine Küche entworfen, die
alle must-haves hatte und die ich haben musste. Dirk auch. *Freu* In
unserer Euphorie und nach hartnäckigen Verhandlungsgesprächen haben
wir an diesem Samstag eine Küche gekauft. Als wir abends mit den
Kindern mit Sekt und Rubby Bubble auf die neue Küche angestoßen
haben, fiel uns ein, dass wir noch gar keine Baugenehmigung für das
Haus haben........ wirdschongutgehen......!
Samstag, 19. Mai 2012
Es kommt wie es kommen muss
Mein Wecker und ich, wir verstehen uns einfach nicht und morgens am Allerwenigsten. Als Dirk zwei Tage geschäftlich unterwegs war, habe ich natürlich ein bisschen zu gut geschlafen. Der Schulbus war schon weg und auch meine Kinder haben zu gut geschlafen und ihren Wecker ignoriert. Die Wursträdchen sind an diesem Tag nicht ganz so perfekt auf dem Pausenbrot von meinem Ältesten gelandet und auch meine morgendlichen Restaurierungsarbeiten vor dem Spiegel fielen an diesem Morgen etwas knapper aus. Mutters Taxiservice lieferte die Kinder noch pünktlich vor Schulstundenbeginn an der Schule ab. Danach habe ich zweimal tief durchgeatmet und bin zur Arbeit gefahren, fröhlich darüber dass wir es noch pünktlich in die Schule und ins Büro geschafft haben. Allerdings habe ich eine andere Strecke genommen, die war kürzer. Zwei Orte weiter sah ich die Werbung einer Massivhausbaufirma, quasi direkt um die Ecke. Ich habe mir die Nummer notiert, Dirk hat einen Termin vereinbart und so kamen wir zu unserem Häuslebauer. Beim ersten Gespräch hat auch gleich die Wellenlänge gestimmt, wir haben bis jetzt schon mehrere Gespräche geführt und fühlen uns dort gut aufgehoben.
Dienstag, 1. Mai 2012
Ein Häus'le soll es sein
Eigentlich wollten wir eine
große Wohnung mieten. Aber es war keine zu haben. Dann wollten wir ein
Haus kaufen. Ein altes, das schon gelebt hat und das wir
wieder neu beleben wollten, aber es gefiel uns keins. Alle hatten
einen Störfaktor: Zu viel Nut-u. Federbretter, extrem nachgedunkelt,
einen Kachelofen mit Wildschweinen drauf, zuviel Hang und zu
wenig Garten, keine Bushaltestelle....Hmmmm....keins das auch nur
annähernd unseren Wünschen und denen der Kinder entsprochen hätte. Dabei
stand für uns fest dass wir in diesem 1300 Seelen-Dorf
bleiben wollten, obwohl man von Infrastruktur hier nur träumen kann.
Manchmal hat man ein bisschen Glück und ein Wünschchen wird wahr: Ein Baugrundstück war gefunden.
Dann begann unser Suche nach einem Haus. Diese Suche war lehrreich, interessant und so mancher Termin war umsonst. Im Musterhauspark in Fellbach trafen wir auf Verkäufer die die Flucht ergriffen und sofort nachdem wir das Objekt der Begierde betreten hatten, durch die Balkontüre verschwunden sind. Ob's an unserem Deo lag? Ja und dann kommen wir zum Thema Angebot. An dieser Stelle muss ich kurz nochmal herzhaft lachen, denn hierzu möchte ich den Verkäufer einer namhaften Fertighausfirma der günstigeren Modelle erwähnen. Für den waren alle unsere Wünsche "kein Problem". Er hat sich alles brav notiert und wollte uns alles durchrechnen. Weil, war ja kein Problem. Als wir nach zwei Wochen, gespannt auf Angebot, wieder den weiten Weg nach Ulm machten, stieg doch ein kleines Zörnchen in mir hoch, als ich unser "Angebot" sah. Der Verkäufer hatte doch tatsächlich die Unverschämtheit besessen und hatte uns diesen damaligen Notiz-Fresszettel als Angbeot präsentiert. Ein anderer war kurz vor Vertragsabschluß so aufgeregt dass er den Vertrag erst mit Bleistift vorgeschrieben und danach mit Kugelschreiber nachgemalt hat, das dann gleich in zweifacher Ausführung. Leider hat keiner dieser beiden Verkäufer unsere Unterschriften kassiert......man könnte es mangelnde Kompetenz nennen.
Manchmal hat man ein bisschen Glück und ein Wünschchen wird wahr: Ein Baugrundstück war gefunden.
Dann begann unser Suche nach einem Haus. Diese Suche war lehrreich, interessant und so mancher Termin war umsonst. Im Musterhauspark in Fellbach trafen wir auf Verkäufer die die Flucht ergriffen und sofort nachdem wir das Objekt der Begierde betreten hatten, durch die Balkontüre verschwunden sind. Ob's an unserem Deo lag? Ja und dann kommen wir zum Thema Angebot. An dieser Stelle muss ich kurz nochmal herzhaft lachen, denn hierzu möchte ich den Verkäufer einer namhaften Fertighausfirma der günstigeren Modelle erwähnen. Für den waren alle unsere Wünsche "kein Problem". Er hat sich alles brav notiert und wollte uns alles durchrechnen. Weil, war ja kein Problem. Als wir nach zwei Wochen, gespannt auf Angebot, wieder den weiten Weg nach Ulm machten, stieg doch ein kleines Zörnchen in mir hoch, als ich unser "Angebot" sah. Der Verkäufer hatte doch tatsächlich die Unverschämtheit besessen und hatte uns diesen damaligen Notiz-Fresszettel als Angbeot präsentiert. Ein anderer war kurz vor Vertragsabschluß so aufgeregt dass er den Vertrag erst mit Bleistift vorgeschrieben und danach mit Kugelschreiber nachgemalt hat, das dann gleich in zweifacher Ausführung. Leider hat keiner dieser beiden Verkäufer unsere Unterschriften kassiert......man könnte es mangelnde Kompetenz nennen.
Und das sind wir :-)
Manchmal
ist der Wunsch Vater des Gedanken. Mein Wunsch war schon lange der
nach einem eingenen Häuschen. Leider war dies in meinem Leben vor
Dirk nicht möglich. Niemals jedoch hätte ich daran gedacht eines zu
bauen. Wir wagen also nun den Bau eines gemeinsamen Eigenheims, ein
Projekt das zu unserem Neustart gehört. Projekt F4 weil unsere
Nachnamen mit einem F wie Fröhlichkeit beginnen, die 4 weil wir zu
viert sind. Die Katze und die Schildkröten habe ich bei der
Namensgebung dieses Blogs nicht bedacht.
Wir,
das sind Dirk, der ruhende Pol unserer Patchworkfamiliy, meine beiden
Jungs, 14 und 11 Lenze jung und ich, Iris. In diesem Blog berichten
wir, respektive ich, über den Werdegang unseres Häuschens, das wir
mit viel Herzblut geplant haben. Wir vier freuen uns riesig auf mehr
Platz, denn im Moment könnte man unsere Wohnsituation als
Masthaltung bezeichnen*Spaß*. In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen
Abonnieren
Posts (Atom)